Sonntagsevangelium vom 29.8.2010 (dioezese-linz.at): Lk 14,1.7-14
“Du wirst selig sein, denn sie können es dir nicht vergelten”, belehrt Jesus Menschen im Haus eines Pharisäers. Es ist “nur” ein kleiner Teil des heutigen Evangeliums, regt aber doch sehr zum Denken an. Scheinbar ist es besser, zu geben in Situationen, in denen nicht vergolten werden kann. Denn dann kann Gott “vergelten” – hier ist das Wort im Gegensatz zum häufigen Sprachgebrauch positiv verwendet. Wenn Gott etwas Gutes vergilt, dann meint das meiner Meinung nach einen positiven Prozess, der im Wesen des Gebers, der Geberin, gestartet wird. Ich glaube, man könnte diesen Prozess auch noch anders beschreiben: Echte Liebe beginnt dort, wo keine Gegenliebe mehr erwartet wird, wenn man sich einfach beschenken lässt. Von den Menschen. Von Gott.
